SYRIEN: Aktuelle Lage (4. Oktober 2016) Featured

Dienstag, 04 Oktober 2016 22:15 Written by  Published in Naher- & Mittlerer Osten Read 129 times

„Einwohner von Douma, Syrien, befürchten, sie werden das nächste Aleppo,“ betitelte die US-Zionistische Propagandaschleuder "PRI" gestern eine AFP-Meldung. Was US-Zionisten gestern verbreiten, wird heute natürlich über Deutschland ausgekippt. Und so titelt Springers N24 heute auf deutsch: „Offensive wie in Aleppo – Heftige Luftangriffe auf belagerte Stadt Duma.“

Ein „Aktivist Mohammed“ darf da jammern: „Alles ist möglich. Es könnte uns so ergehen wie Ost-Aleppo.“ Und die britische Einrichtung zur Verbreitung von Terroristenpropaganda SOHR ("Syrische Beobachtungsstelle für Menchenrechte") jammert, dass die syrische Armee und ihre Partner schon bis auf drei Kilometer an Douma, eine Hochburg der „mächtigen Rebellengruppe“ Dschaisch al-Islam in der Region Ost-Ghuta im Nordosten von Damaskus, wie Springer erklärt, herangekommen seien.

Neu ist an der Meldung aus Duma freilich nichts, außer dass es der von radikalen Zionisten geführten sogenannten westlichen Wertegemeinschaft so langsam zu dämmern scheint, dass ihre Lieblingsterroristen nicht nur in Aleppo keine Chance mehr haben, sondern dass sie es auch andernorts in Syrien, insbesondere auch im Großraum Damaskus, irreparabel vergeigt haben. Vor einer Woche bereits zitierte die zionistische Terrorpropagandaschleuder „Syria Direct“ „Duma-Einwohner Mohammed“ zur anstehenden Niederlage der Terroristen in Duma mit den Worten: „die Furcht ist greifbar.“ „Douma ist nun der Gnade der Artiellerie des Regimes von einer anderen Front ausgeliefert.“ Und weiter kommt da ein „Bürgerjournalist“ Firas al-Abdullah aus Duma zu Wort, der erklärt, dass die syrische Armee und ihre Partner die Militärbasis Katibat al-Ishara drei Kilometer östlich von Duma unter Kontrolle gebracht haben, und das keine kleine Sache sei, weil das „Regime“ damit auf sicherem Grund stehe und Duma nun offen vor ihm liege. Informationskanäle, die nicht den zionistisch-wahhabitischen Terrorismus in Syrien unterstützen, berichteten das freilich schon vorher, so etwa Al Masdar News, deren Karte von Syria Direct verwendet wird.

Natürlich wird von der zionistischen Propaganda auch nicht erklärt, um was für Terroristen es sich bei der ehemals mächtigen, nun aber in ihrer Hochburg Duma vor der Niederlage stehenden „mächtigen Rebellengruppe“ Dschaisch al-Islam, oder deutsch Islam-Armee, handelt.

Die von Saudi Arabien unterstützte „Islam-Armee“ ist eben jene Terrorgruppe, diehauptverdächtig ist, die False-Flag-Attacke mit Chemiewaffen im August 2013 begangen zu haben. Ihr damaliger Anführer, Ex-FSA-Damaskus-Chef Zahran Alloush rief seine Anhänger öffentlich dazu auf, gemeinsam mit den Freunden von Al Kaida Alawiten und Schiiten in Syrien auszurotten und möglichst grausam zu ermorden und Christen zu vertreiben, und befahl seinen Leute unter anderem, in Käfigen gehaltene Geiseln, darunter Frauen, als menschliche Schutzschilde in Douma aufzustellen. Ihr heutiger Anführer, Zahrans Bruder Mohammed Alloush, kündigte als Leiter des in Saudi Arabien gebildeten „Hohen Verhandlungskommitees“ im April diesen Jahres siegesgewiss einen von den USA und Russland vermittelten nominellen Waffenstillstand zwischen „Rebellen“ und der syrischen Regierung durch einen öffentlichen Aufruf auf, syrische Regierungskräfte, wo immer sie anzutreffen seien, auf alle nur erdenklichen Weisen umzubringen. Und praktisch gleichzeitig gab es dazu Artiellerie-Angriffe der Islam-Armee auf nict von Terroristen kontrollierte Bezirke in Damaskus.

So sieht es aus. Nachdem „Rebellenführer Mohammed Alloush“ aus Duma den Waffenstillstand in Wort und Tat siegesgewiss kündigte, jammert nun ein „Aktivist Mohammed“ aus Duma in der zionistischen Massenpropaganda, dass die syrische Armee und ihre Partner nicht nur in Aleppo, sondern auch im Raum Damaskus vor dem Sieg stehen. Die syrische Armee und ihre Partner beschäftigen sich derweil erfolgversprechend damit, den Terrorismus in der Tasche Khan Al Shih – Deir Khabiyah 20 Kilometer südwestlich von Damaskus zu eliminieren, um die Terroristen im Großraum Damaskus von ihrer Nachschubschmuggelroute aus Israel abzuschneiden.

Und dann beschossen heute Terroristen aus Ost-Ghouta die russische Botschaft in Damaskus mit Raketen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Terroristen in Ost-Ghouta und ihre saudischen und israelischen Unterstützer Russland damit nicht milde stimmen werden.

Somit ist also damit zu rechnen, dass demnächst noch mehr Gejammer der Hasbara über die fortschreitende Niederlage von Islam-Armee, Al Kaida und Konsorten im Großraum Damaskus geben wird.

PS: Damit Al Kaidas Luftwaffe nicht dumme Gedanken in die Tat umsetzt, hat die russische Föderation übrigens gerade ein S-300-Flugabwehrsystem auf ihrer Marinebasis in Tartous installiert.

Nachtrag 20:00h: Die syrische Armee und ihre Partner robben sich von Osten näher an Duma heran.

 captured Cork Factory(red) and they are now less than 800 meters away from the gates of Al-Rayhan(yellow)

Vorwärts zu kommen ist da zwar recht aufwändig, weil alles untertunnelt ist, aber es geht doch voran.

 

 

Quelle: Noch ein Parteibuch
Last modified on Dienstag, 04 Oktober 2016 22:28